because, in my head
nothing has changed.

[elegy]





don't you know?
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but hundred feet below


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Why do you eat ice cream when you’re sad?
- I want my heart to freeze.

Ich kann nicht einmal sagen, ob dieser Nachmittag besonders traurig war, aber mein Herz ist schwer. Auf eine sehr nahe gehende Art betrifft mich das auch, wegen der vielen Parallelen und weil wir so lange und so gut befreundet sind.

Ich denke an all die jungen Mädchen, die heute überall von ihrer „BF“ chatten und frage mich, ob man in diesem Alter auch nur ahnen kann, dass dieses „beste Freundin sein“ vielleicht irgendwann heißt, dass man der Freundin helfen muss, mit dem Tod des Partners umzugehen.

Diese Gegensätze. Das wunderschöne Haus von ihren Eltern, diese ganze verkorkste Eltern-Beziehung, dass ihr Vater und sie sich ansehen, und man spürt, dass da etwas zwischen ihnen passiert, aber er ist so verdammt UNFÄHIG, auch nur irgendwas dazu zu sagen, und schließlich fragt sie ihn, ob es ihm gut geht – sie ihn, nicht umgekehrt.

Ihr wirklich netter Bruder mit seiner süßen Frau und ihrem Baby, und wie sie verrückt nach diesem Baby ist. Auch, wenn einem das lächerlich vorkommt, man merkt, dass es wahr ist, wenn sie sagt, dass sie im Moment so viel Tod um sich hat, dass dieses Kind ihr Hoffnung gibt.

Sie hat solche Angst vor seinem Tod. Sie sagt auch, dass das mit dem Altersunterschied sich dann eben so äußern kann. Das erinnert mich an meine eigene Angst, an meine Unfähigkeit mir vorzustellen, ihn zu verlieren. Auch sie hat sich noch nie bei jemandem so zu Hause gefühlt. Und im Nachhinein kommen mir die Tränen, weil ich weiß wie das ist, wenn man den einen Menschen gefunden und sich für ihn entschieden hat und weil es mir lieber wäre, dass das im Kino passiert, als im Leben meiner besten Freundin.

Es sieht schlecht aus für ihn. Der Schwindel wird nicht besser, sie befürchtet, dass er seinen Lebenswillen verliert, wenn das noch zwei Wochen so weiter geht. Sie hat auch mal böse Gedanken, die unpassenden, die biestigen, in denen sie sich fragt, warum sie denn nicht einen anderen genommen hat, mit dem das alles vielleicht nicht passiert wäre. Sie fragt sich wie weit ihre Kraft reicht. Wo sie ihre Wut loswerden kann. Ob sie die schönen Orte noch mit ihm besuchen kann, ob sie die Verantwortung tragen kann, ob sie das kräftemäßig schafft.

Das Leben ist so vielfarbig. Als wir danach wieder unter dem Baum sitzen, hat ihr Bruder Musik angemacht, damit die Kleine endlich einschläft, und seine Freundin tanzt mit ihr durch den Flur und die Küche und singt. Ich beobachte das durch das offene Fenster, ihre Schatten, höre ihre samtige Stimme. Es ist so ungerecht, so schreiend ungerecht.

26.7.09 21:06


[seine zahnbürste ist noch feucht. bis sie ganz getrocknet ist, ist der traum lebendig.]

er sagte, dass es ihn glücklich macht, neben mir zu liegen. das essen war so gut und wir haben so viel gelacht.

und obwohl ich so kaputt bin, habe ich den unterschied gespürt zwischen einer nacht mit und einer ohne ihn.

wir sind uns so nah. wir vertrauen uns so. 

[und immer, wenn wir rückenschwimmen, kommt die sonne zwischen den wolken hervor.]

musik, film, musik, seine nähe, und ich bin der glücklichste mensch.

 

19.7.09 15:30


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